Die Behandlung umfasst verschiedene aufeinander bezogene Phasen:

Kontaktphase

Der Patient erlebt einen psychischen Leidenszustand und nimmt wahr, diesen Zustand nicht ohne professionelle Hilfe verändern zu können. Ein Telefonat oder Vorgespräch mit der SANIMA-Klinik kann der Beginn des Veränderungsprozess sein.

Behandlung Sanima Klinik: KontaktphaseDas Gespräch mit dem Hausarzt, Facharzt oder Psychotherapeuten kann weitere Klärung bringen bezüglich einer stationären Behandlung in der SANIMA Klinik. Der ambulant behandelnde Arzt weist den Patienten in die SANIMA-Klinik ein. Der Patient kommt zu einem Vorgespräch in die Klinik oder kann im Akutfall direkt aufgenommen werden.

Mit unserer langjährigen Erfahrung bei Kostenübernahmen von Krankenversicherungen und Beihilfestellen stehen wir bei Fragen rund um diese Themen jederzeit an Ihrer Seite und helfen Ihnen kompetent und unkompliziert bei weiteren verwaltungstechnischen Fragen. Ebenfalls beraten wir auch gerne gesetzlich versicherte Interessenten bei Fragen zur Kostenübernahme durch Krankenkassen. Generell sollte bei gesetzlich versicherten Interessenten ein Antrag auf Kostenübernahme bei der jeweiligen Krankenkasse vor einer stationären Behandlung gestellt werden.

Verlauf der Behandlung: Kontaktphase

Diagnosephase

Im ersten Schritt der stationären Behandlung erfassen wir akute Beschwerden, Probleme und aktuelle Lebensumstände des Patienten.

Diagnosephase – Verlauf der BehandlungErgänzend führen wir eine vollständige körperliche Aufnahmeuntersuchung und neurologische Untersuchungen durch und leiten gegebenenfalls weitere diagnostische Maßnahmen ein.

Jedem Patienten steht ein Bezugstherapeut (Arzt oder Diplom-Psychologe) zur Verfügung, der ihn durch die Behandlung begleitet, diese plant und die psychotherapeutischen Einzelgespräche durchführt.

Nach Aufbau eines Arbeitsbündnisses zwischen Bezugstherapeut und Patient wird gemeinsam ein Therapieplan vereinbart, der Ziele und Wege der Behandlung skizziert. Die Erarbeitung von therapeutischen Zielen ist ein wichtiger Teil des Behandlungsprozess. Der Bezugstherapeut erstellt für den Patienten einen Behandlungsplan, der sich am Zustand und an den gemeinsam definierten Zielen orientiert. Der Behandlungsplan umfasst auch den Wochen- und Tagesplan mit den verordneten Therapieverfahren.

Verlauf der Behandlung: Diagnosephase

Phase der Stabilisierung

In der Phase der Stabilisierung werden die Grundlagen für einen Heilungsprozess gelegt: Im Abstand vom häuslichen Umfeld können grundlegende Lebensfunktionen wie Schlafen, Essen, Tagesstrukturierung, Bewegung und Kommunikation reguliert und normalisiert werden. Körperliche und psychische Symptome der Erkrankung werden behandelt und gelindert. Bedeutsam ist eine Aufklärung über das eigene Krankheitsbild (Psychoedukation) und Transparenz in der Vorgehensweise der Behandlung. Bei Notwendigkeit einer medikamentösen Behandlung wird diese ausführlich besprochen und begleitet.

Stabilisierungsphase – BehandlungsablaufDie Psychotherapie ist in der Krisenzeit vorwiegend unterstützend gestaltet: Unsere Patienten erfahren in dieser Phase Entlastung, emotionale Unterstützung und Motivierung hinsichtlich ihres Weges und der weiteren Behandlung.

Für Menschen mit schweren psychiatrischen Erkrankungen erfolgt eine sehr dichte und hochfrequente Betreuung durch Fachärzte, Psychologen und Pflegepersonal.

Allen Patienten, die in ihrer Behandlung Veränderung oder Entwicklungsziele anstreben, werden in der Psychotherapie Verfahren angeboten, die es ermöglichen, sich (wieder) wahrnehmen zu können, die inneren Konflikte zu sortieren und bearbeitbar zu machen. Dieser Prozess wird unterstützt durch Achtsamkeitstraining, Kunst-, Musik-, Körper- und Sporttherapie sowie Entspannungsverfahren (Autogenes Training, Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson).

Verlauf der Behandlung: Phase der Stabilisierung

Phase der vertieften Behandlung

Nach einer ersten Stabilisierung wird mit dem Patienten ein individuelles Modell der Krankheitsentstehung erarbeitet, um auslösende, aufrechterhaltende und auch disponierende Faktoren erkennen zu können.

Die SANIMA Klinik verfügt über ein breites Methodenspektrum in der psychotherapeutischen Bearbeitung der Konflikte und Störungen:

SANIMA Klinik - Phase der vertieften BehandlungInsbesondere bei Angst-, Zwangs-, Ess- und weiteren Störungen kommen kognitiv-verhaltenstherapeutische Methoden zum Einsatz. Die Einzeltherapie des Patienten wird ergänzt durch psychoedukative, themen- und störungsspezifische Gruppentherapien.

Bei Borderline-Persönlichkeitsstörungen, Posttraumatischen Belastungsstörungen etc. werden wissenschaftlich abgesicherte Psychotherapieverfahren (z.B. Skillstraining, PITT) in die Behandlung einbezogen, die zielführend in der Problembewältigung sind.

Die tiefenpsychologisch fundierte oder transaktionsanalytische Bearbeitung zugrundeliegender Konflikte ist in vielen Fällen ein hilfreicher Ansatz, um dem Patienten die Möglichkeit zu geben, sein Gewordensein in der Störungsentwicklung zu verstehen, anzunehmen und neue Entscheidungen zu treffen. Häufig werden Reifungsprozesse angestoßen oder emotional korrigierende Erfahrungen in der stationären Therapie durchlebt, die ausschließlich im beschützenden stationären Rahmen aufgefangen und zielführend genutzt werden können.

Unabhängig von der Methodenwahl steht der Patient in seinem Heilungs- und Entwicklungsprozess im Mittelpunkt der Behandlung.

In den Beziehungen zu den behandelnden Therapeuten und Ärzten bilden sich Strukturen und Probleme des Patienten ab und können auch innerhalb der Beziehungen bearbeitet und korrigiert werden. Die Arbeit in der Übertragungsbeziehung kann vertieft werden in der psychodynamisch orientierten Gruppentherapie.

Die psychotherapeutische Arbeit mit dem Patienten orientiert sich einerseits an den therapeutischen Zielen, andererseits am individuellen Verlauf des Prozesses.

Bei Patienten mit schweren psychiatrischen Störungen erfolgt eine unterstützende Psychotherapie: Der psychiatrische Patient wird bei der Bewältigung und Strukturierung des Alltags unterstützt. Er hat die Möglichkeit zur emotionalen Entlastung und Begleitung in therapeutischen Gesprächen während des Heilungsverlaufs. Der Bezugstherapeut unterstützt den Patienten bei der Bewältigung von Begleiterscheinungen der psychiatrischen Erkrankung (Partner- und Familienkonflikte, Arbeitsgestaltung).

Durch ausreichende Aufklärung zum Krankheitsbild und den Behandlungsoptionen werden Maßnahmen der poststationären Krisenbewältigung und der Rückfallprophylaxe vorbereitet.

In der Phase der vertieften Behandlung werden schon vorhandene Ressourcen des Patienten wiederbelebt und neue Kraftquellen entdeckt und gefördert.

Verlauf der Behandlung: Phase der vertieften Behandlung

Phase der Vorbereitung auf den Alltag

Im letzten Behandlungsabschnitt wird der Patient intensiv auf die Rückkehr in den Alltag vorbereitet.

Vorbereitung auf den Alltag – BehandlungsphaseIn der Auseinandersetzung mit den Bedingungen des privaten und beruflichen Alltags können erworbene Fähigkeiten und Erkenntnisse aus der Therapie erprobt werden.

Gewünschte Veränderungen in Beziehungs-, Privat- oder Berufsleben werden in der Therapie geplant, erste Umsetzungen besprochen und nachbearbeitet.

Erarbeitung der individuellen Rückfallprophylaxe, Maßnahmen zum Selbstmanagement und Informationen zur Krisenintervention runden den Therapieprozess ab.

Wichtig ist uns die Kontaktpflege zu den einweisenden Ärzten und Therapeuten. Wir als Behandler der SANIMA Klinik pflegen einen intensiven Austausch mit den weiterbehandelnden Ärzten und Therapeuten und bereiten den Weg für die ambulante Weiterbehandlung vor. Der Patient wird angehalten und unterstützt, den Kontakt zu den Weiterbehandlern von sich aus aufzugreifen und somit die Nachsorge zu sichern.

Im Bedarfsfall können von Seiten der SANIMA Klinik weitere Stützsysteme für die Nachbetreuung des Patienten aktiviert werden wie z.B. Familienangehörige, Betreuer, sozialpsychiatrische Dienst.

Verlauf der Behandlung: Phase der Vorbereitung auf den Alltag