Psychiatrische Behandlung

Psychiatrische Behandlung

Aufklärung über Erkrankungen und deren Therapieoptionen, medikamentöse Therapie, sozialpsychiatrische Beratung und Betreuung

Hochfrequente Einzelpsychotherapie

Hochfrequente Einzelpsychotherapie

kognitive Verhaltenstherapie, tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, Transaktionsanalyse, Hypnotherapie, systemische Therapie

Gruppentherapien

Gruppentherapien

„Brückengruppe“, Angstbewältigungsgruppe, psychodynamische Gruppentherapie, Genussgruppe, weitere störungsspezifische Gruppen

Entspannungsverfahren

Entspannungsverfahren

Entspannungsverfahren sind übende Verfahren zur Verringerung körperlicher und geistiger Anspannung und Erregung.

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Ziel der Entspannungsverfahren ist die Entspannungsreaktion, die sich nachweislich auf neuronaler Ebene, auf der körperlichen Ebene mit Reduktion des Muskeltonus und Veränderungen im Herz-Kreislaufsystem zeigt. Auf der psychischen Ebene zeigen sich Gelassenheit, Zufriedenheit, Wohlbefinden, Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit und einer differenzierten körperlichen Wahrnehmung.

In der SANIMA Klinik kommen als Entspannungsverfahren das Autogene Training und die Progressive Muskelentspannung zum Einsatz. In beiden Verfahren lern der Patient seine Gedanken und seinen Körper bewusst zu beeinflussen.

Das Autogene Training wurde in den 1930er Jahren von Johannes Heinrich Schultz als autosuggestives Entspannungsverfahren aus der Hypnose abgeleitet. Der Übende konzentriert sich auf kurze formelhafte Selbstsuggestionen, die einige Zeit langsam wiederholt und wahrgenommen werden wie z.B.: „Arme sind schwer“, „Beine sind angenehm warm“, „Atem ist ruhig und gleichmäßig“. (Formelvorsätze der Unterstufe des Autogenen Trainings)

Die Progressive Muskelentspannung (Progressive Muskelrelaxation) wurde von Edmund Jacobson in der gleichen Zeit entwickelt. Bei diesem Verfahren lernt der Übende, einzelne Muskelgruppen anzuspannen und sie wieder loszulassen. Wesentliches Element der Übungen ist die Wahrnehmung des Übenden für die empfundenen Unterschiede zwischen Anspannung und Entspannung.

In beiden Verfahren erhält der Patient Anleitung zur Entspannung. Er nimmt an einer regelmäßigen, therapeutisch geführten Übungsgruppe teil, erlernt die Anwendung der Formelvorsätze oder Abfolge von Anspannung und Entspannung und erhält Verstärkung in seinem Lernprozess.

Das Ziel der Verfahren ist es, dass eine kurze Selbstinstruktion oder eine kleine bewusste körperliche Veränderung ausreicht, um kurzfristig Entspannungsreaktionen in Geist und Körper herbeiführen zu können. Längerfristig kann durch Entspannungsverfahren die Fähigkeit zur Selbstregulation und das Stressmanagement verbessert werden.

Zahlreiche psychosomatische und auch körperliche Erkrankungen und Beschwerden können durch Entspannungsverfahren gelindert werden.

Klinische Hypnose

Klinische Hypnose

Mit der Klinischen Hypnose kann bei Patienten Trancen mit tiefen Entspannungszuständen induziert werden. Im Trancezustand können bestimmte mit dem Patienten besprochene Zustände erreicht werden, die für den Heilungsprozess des Patienten bedeutsam sind.

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Die auftauchenden Bilder und Eindrücke werden in der psychotherapeutischen Sitzung nachbearbeitet.

Klinische Hypnose wird in der SANIMA Klinik zur Unterstützung des psychotherapeutischen Prozess eingesetzt, wenn dem Patienten autosuggestive Verfahren nicht hilfreich oder nicht zugänglich sind

Achtsamkeitstraining

Achtsamkeitstraining

Achtsamkeitsbasierte Interventionen gewinnen in den letzten Jahren sowohl im Forschungskontext als auch in der SANIMA Klinik immer mehr an Bedeutung.

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Achtsamkeit ist ein Weg, der Menschen lehrt, sich selbst und die Welt auf eine lebendige und unmittelbare Weise zu erleben und mit dem Körper, Gedanken, Gefühlen und Verhaltensmustern bewusst umzugehen. Dabei bemüht sich der Lernende darum, alles, was im gegenwärtigen Moment geschieht, bewusst wahrzunehmen, ohne es gleich zu beurteilen.

Anwendung bei Depressionen und Angststörungen
Ein strukturiertes, achtsamkeitsbasiertes Verfahren, welches im Rahmen der Therapie eingesetzt wird, ist die Achtsamkeitsbasierte Kognitive Therapie (MBCT). In einem Gruppenprogramm lernen die Patienten Achtsamkeit zu üben und Achtsamkeit in ihren Alltag zu integrieren. MBCT ist ein nachweislich wirksames Rückfallprophylaxe-Programm bei Depressionen und Angstzuständen. Patienten lernen, ihre momentanen Gedanken, Gefühle, Körperempfindungen und Handlungsimpulse wahrzunehmen und registrieren so leichter Frühwarnsignale einer beginnenden Depression oder eines Angstanfalls. So können negative Aufschaukelungsprozesse abgeschwächt oder ganz verhindert werden.

Anwendung bei Erschöpfungszuständen, Burnout oder zur Vorbeugung psychischer Störungen
MBSR (Mindfulness Based Stress Reduction – Stressbewältigung durch Achtsamkeit)
In diesem Training lernen Patienten mithilfe von Achtsamkeitsübungen, mit den Anforderungen des Alltags gelassener umzugehen und ihr eigenes Potential für die Bewältigung von Stress zu stärken. Das Angebot umfasst geleitete Achtsamkeitsmeditationen und Übungen zur feineren Körperwahrnehmung, einer stärkeren Emotionsregulation und besseren Umgang mit Schmerz.

Durch das regelmäßige Üben der Achtsamkeit wird das Interesse geweckt, die eigenen gewohnheitsmäßigen Verhaltensmuster speziell im Umgang mit Stress zu erkennen, einen akzeptierenden Blick zu entwickeln und einen achtsamen Umgang mit Stress und anderen herausfordernden Lebenssituationen entstehen zu lassen.

Achtsamkeit bedeutet, dem Erleben im gegenwärtigen Moment offen, nicht-verurteilend, neugierig, freundlich und liebevoll zugewandt zu begegnen.

Selbstmitgefühl ist ein ermutigender Umgang mit sich selbst, um schwierigen Momenten im Leben mit Güte, Fürsorge und Verständnis begegnen zu können. Dieser Umgang kann ebenfalls im erweiterten Achtsamkeitstraining erlernt werden.

MBCT/MBSR und Training in Selbstmitgefühl wird von einer dafür qualifizierten und zertifizierten Fachtherapeutin an der SANIMA Klinik angeboten und bei entsprechender Indikation in den Therapieplan des Patienten aufgenommen.

Musiktherapie

Musiktherapie

Musiktherapie ist eine erlebnis- und handlungsorientierte, interaktionelle Therapieform, die sich der Musik als Kommunikations- und Ausdrucksmittel bedient. Musik vermag durch ihre Parameter – Melodik, Harmonik, Rhythmik, Dynamik, Form und Prozesshaftigkeit – unmittelbar den emotionalen Bereich anzusprechen.

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Die besondere Methode der Musiktherapie ist die strukturierte, themengebundene oder freie Improvisation mit Instrumenten und Stimme. Die improvisierte Musik wird dabei nicht unter „ästhetischen“ Gesichtspunkten bewertet, sondern als unmittelbarer Ausdruck bzw. unmittelbares Abbild innerpsychischer und interpersoneller Vorgänge verstanden.

Der musikalische Prozess im geschützten therapeutischen Rahmen ermöglicht den nonverbalen Ausdruck von Emotionen, intensiviert Eigen- und Fremdwahrnehmung, Kommunikation und spielerisches Probehandeln. Die musikalische Begleitung des Therapeuten vermag dabei den Ausdruck des Patienten zu unterstützen, zu erweitern, zu spiegeln, gegebenenfalls auch zu stören oder herauszufordern. Die musikalische Interaktion zwischen Therapeut und Patient kann hier einer Beziehung entsprechen, die Aspekten der frühen, präverbalen Mutter-Kind-Begegnung vergleichbar ist.

Das vor- und nachbereitende Gespräch dient der Verbalisierung und der Verarbeitung des Erlebten. Integrierender Wirkfaktor ist die Beziehung zwischen Patient und Therapeut. Musikalische oder instrumentaltechnische Fertigkeiten sind für die Teilnahme an der Musiktherapie nicht erforderlich.

„Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum“
(Friedrich Nietzsche)

Kunsttherapie

Kunsttherapie

Kunsttherapie dient der Persönlichkeitsentwicklung über nicht sprachlichen Zugang zu tiefer gehenden Gefühlen, zu Konfliktpotential, aber auch zu eigenen kreativen Ressourcen. Der Patient hat die Möglichkeit, sich und seine Erlebenswelt über ein anderes Medium als die Sprache auszudrücken, eigene kreative Ressourcen zu entdecken, zu entwickeln und sein Selbstvertrauen zu stärken.

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In der Kunsttherapie wird hauptsächlich mit Medien der bildenden Kunst gearbeitet. Dabei können verschiedene Materialien wie flüssige oder feste Farben, Ton, Speckstein und die Arbeit am Tonfeld® zum Einsatz kommen. Mit den unterschiedlichen Arbeitsbedingungen treten dabei verschiedene Wirkungen in den Vordergrund, wie beispielsweise die individuelle Selbsterfahrung am Werk, die Wirkung des sozialen Miteinanders in der Gruppe oder die sinnliche und achtsame Auseinandersetzung mit dem spezifischen Material.

Eine ganz wesentliche Rolle und Bedeutung kommt der Ressourcenaktivierung zu. Das bedeutet, die Entwicklung dessen zu unterstützen, was als Potential im Menschen angelegt ist und aus verschiedensten Gründen im Verborgenen schlummert. In der Kunsttherapie begeben wir uns gemeinsam auf eine innere Entdeckungsreise. Der Fokus liegt dabei darauf, was sich vom Inneren her erfüllen und stark werden möchte. Dieser Weg kann sich sowohl stützend und strukturierend, aber auch tiefenpsychologisch aufdeckend gestalten. Im Zentrum steht der Mensch mit seiner individuellen psychischen Situation und Verarbeitungsfähigkeit. Die Therapie wird sorgsam auf den einzelnen Patienten abgestimmt unter kontinuierlicher Absprache mit dem gesamten therapeutischen Team.

Tanz- und Bewegungstherapie

Tanz- und Bewegungstherapie

Die Tanz- und Bewegungstherapie bildet eine Schnittstelle zwischen Körperpsychotherapie und künstlerischen Therapien.

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Abhängig vom Therapieziel ist die Tanz-und Bewegungstherapie ressourcenaktivierend und stabilisierend oder aufdeckend und bewusstseinserweiternd durch tiefgehende Körperwahrnehmung. Im frei improvisierten oder angeleiteten Tanz oder in der reinen Wahrnehmung von Körperhaltung, -bewegung und  -geste wird der Körper als Hauptausdrucksmittel erfahren. In Kombination mit weiteren Medien wie Musik, Kunst und Poesie kann so ein tieferes Verständnis für den eigenen Körper und die eigene Biografie entstehen. Die Einstellung zum Körper und zur eigenen Geschichte kann bewusst werden und sich weiterentwickeln. Die Einheit von Psyche und Körper wird erlebbar und die im Körper wohnenden Selbstheilungskräfte können dadurch aktiviert werden.

Biofeedback

Biofeedback

Unsere Psychologen sind in der Methode des Biofeedback qualifiziert, das in die psychotherapeutische Behandlung integriert werden kann.

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Durch Biofeedback können psychophysiologische Prozesse dem Bewusstsein zugänglich gemacht werden und sind so für den Patienten veränderbar.

Physiologische Prozesse und Parameter z.B. Herzfrequenz- und Atemfrequenzrate, Hauttemperatur, Hautleitwert, Muskelspannung werden mittels Tönen oder Bildern über den PC für den Patienten wahrnehmbar gemacht. Der Patient lernt über die Rückmeldung mittels PC seine psychophysiologischen Prozesse unter Anleitung des Therapeuten zu verbessern. Als Indikationsbereiche sind besonders Patienten mit Schmerzsyndromen (chronischer Rückenschmerz, Migräne, Spannungskopfschmerz) zu nennen, aber auch Menschen mit Angst- und Panikstörungen, Depressionen, psychosomatischen Störungen und Stress-Folgeerkrankungen.

Die Methode ist nebenwirkungsfrei und wissenschaftlich durch kontrollierte Studien in den genannten Wirkungsspektren abgesichert.